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Die Gartenseite


Schwimmteich
Geschrieben von: Cornelia Mogk   

Was macht man mit einer großen Rasenfläche?

Was macht man mit einer großen Rasenfläche und einem für unsere Verhältnisse riesigem Acker??

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Alles so lassen wie es ist oder in Besitz nehmen.

Das war dann auch das erste, was wir in unserem neuen Anwesen gemacht haben.

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Nach langer Planung musste erst der Garten aufgeräumt werden. Kaputte Wassertanks wurden entfernt und der betonierte Gartenweg zerkleinert,

  

Bäume fällen, Holz hacken und Pflanzen versetzen waren beliebte Tätigkeiten.

Und dann wurde der erste von vielen noch folgenden Sandhaufen für die Fundamente angeliefert. Dank der Mithilfe von Klaus ging alles in der Hälfte der Zeit.

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Um den Höhenunterschied von 110 cm auszugleichen, haben wir im hinteren Teil des Gartens L-Steine gesetzt. Nicht nur hierbei hieß es "Schüppen, was das Zeug hält", mussten doch Fundamente erstellt und alles in der Waage sein.

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Als nächstes wurde die Form des Teiches festgelegt und der Mutterboden "an die Seite gelegt". Der Schwimmbereich wurde durch einen Wall, welcher später nicht sichtbar unter der Wasseroberflächen liegen sollte, vom Pflanzbereich getrennt. So können stark wuchernde Pflanzen (Seerosen, Schilfarten, etc.) nicht in den Schwimmbereich hinein wachsen und der Wellenschlag wird am bepflanzten Ufer gemindert.

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Um den kleinen schon vorhandenen Teich als Klärteich zu nutzen, musste ein Bachlauf angelegt werden. Das Wasser soll dann später mittels einer Pumpe und eines 2" Schlauches in den Klärteich gepumpt werden, von wo es dann langsam durch den Bachlauf zurück fließt. Und dann hieß es endlich "Bagger marsch". Alle männlichen Nachbarn waren neidisch auf Baggerführerin Nena.

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Da wir einen festen Lehmboden mit einer Unmenge von Steinen besitzen, hatten wir uns für ein langes Wochenende einen Bagger gemietet. Der Aushub ca. 100 mwurde zum Niveauausgleich des hinteren Gartens benutzt. Zu unserem Glück stießen wir ab ca. einem Meter auf einen Schatz. Eine mächtige Kieselschicht zog sich durch den ganzen Teich.

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Also hieß es alle dicken Kieselsteine für die Uferbefestigung zu sortieren. Wir haben glaube ich jeden Stein vier mal in der Hand gehabt. Nun musste noch der aufgeschüttete Rand befestigt werden. Mit dem Stampfer meines Opas eine schweißtreibende Angelegenheit.

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Nachdem die Wurzeln entfernt wurden, konnte eine dicke Lage Sand eingebracht werden. Unsere beiden Miezekatzen waren hoch erfreut über das riesige Katzenklo und halfen auch sonst bei jeder Gelegenheit mit allen Pfoten mit.ImageImage

Auf den Sand wurde Vlies gelegt, das die Folie vor Wurzeln und Steinchen schützen soll.  Ein bizarrer Anblick dieses immerhin 16x9x1,8 Meter große schneeweiße Loch im Garten.

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Am 04.11.01 hatten wir riesiges Glück mit dem Wetter, wird die Folie doch bei niedrigen Temperaturen umso steifer. Mit Hilfe einer Vielzahl lieber Menschen wurde die Folie verlegt -bleischwer-. An dieser Stelle nochmals DANKESCHöN

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Im Schwimmbereich kam dann auf die Folie nochmal eine Lage Vlies und darauf anschließend eine dicke Schicht feiner Kies. Im Pflanzbereich haben wir uns für eine Schicht eisenhaltigen Sand als mageres Pflanzensubstrat und für die Bindung zukünftig anfallender Phosphate entschieden.ImageImage

Damit die Folie sich setzen konnte mussten die Kies- bzw. Sandschichten langsam mit steigendem Wasserstand eingebracht werden. Nur noch Wasser  (das hat 2 Tage gedauert) und die ersten Pflanzen rein, die Steine wieder drumherum und der Winter konnte kommen.

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Fazit: Angefangen hat es, wie bei Lehrern üblich, mit einem Buch "Schwimmteiche - Anna Dobler, Wolfgang Fleischer". Doch wer konnte ahnen, dass daraus Aktivurlaub von März bis Dezember wurde. Wir waren zwischenzeitlich soweit, dass wir unserem pädagogisch geprägten Bekanntenkreis statt Urlaub in der Toskana, HEILGRABEN in Köttingen offerierten. Dieses natürlich vegetarisch und zu günstigen Konditionen. Image

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Für uns Schreibtischhocker war es jedenfalls das ultimative Fitnessprogramm und hat uns frühzeitig altern lassen. Sieht man jedoch das Ergebnis - ein mittlerweile wunderschönes Biotop mit hohem Erholungswert- so haben sich die Mühen gelohnt. Nicht nur die verhasste Tätigkeit des Rasenmähens wurde minimiert, sondern gerade an heißen Sommertagen stellt sich ein wunderbar angenehmes Klima ein, welches mit einem kurzen Sprung ins kühle Nass noch verbessert werden kann.ImageImage
Es bürgerte sich eine Vielzahl an neuem Getier ein, welches nicht nur unsere Miezekatzen äußerst spannend fanden. Badende Vögel, trinkende Igel, schimmernde Libellen und die allabendliche Flugshow jagender Fledermäuse über dem Teich, sorgen für ein unbeschreibliches Wohlbefinden.
 
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